Heute thematisiere ich ein sehr sensibles Thema… Fußfetisch – warum können Füße sexuell anziehend sein?
Ein Thema über das zwar häufig gescherzt, aber selten sachlich gesprochen wird: der Fußfetisch.
Ein Fußfetisch – fachsprachlich häufig als Podophilie bezeichnet – beschreibt eine ausgeprägte sexuelle oder erotische Anziehung zu Füßen. Dabei können ganz unterschiedliche Dinge als besonders attraktiv empfunden werden: die Form der Füße und Zehen, gepflegte Nägel, bestimmte Schuhe oder Strümpfe, Berührungen, Geruch oder schlicht der Anblick eines Fußes.
Interessant ist, dass Füße ohnehin eine sehr sensible Körperregion sind. Sie besitzen zahlreiche Nervenenden und reagieren intensiv auf Berührung, Druck und Temperatur. Eine Fußmassage kann deshalb unabhängig von einem Fetisch als angenehm, entspannend oder sehr intim wahrgenommen werden.
Warum manche Menschen gerade Füße erotisch besonders anziehend finden, lässt sich nicht auf eine einzige Ursache zurückführen. Diskutiert werden unter anderem Lern- und Prägungsprozesse, persönliche Erfahrungen und die besondere Bedeutung, die ein Mensch bestimmten Körpermerkmalen im Laufe seines Lebens gibt. Auch neurologische Erklärungsansätze wurden vorgeschlagen, sie erklären einen Fußfetisch aber nicht abschließend.
Wichtig ist außerdem: Ein Fetisch ist nicht automatisch eine psychische Störung. Eine sexuelle Vorliebe für Füße ist zunächst einfach eine Variante menschlicher Sexualität. Problematisch wird sie aus fachlicher Sicht erst dann, wenn sie erheblichen Leidensdruck verursacht, das alltägliche Leben stark beeinträchtigt oder Grenzen anderer Menschen verletzt.
Vielleicht zeigt gerade dieses Thema noch einmal besonders schön, wie unterschiedlich wir Menschen unseren Körper wahrnehmen: Was für den einen lediglich zwei Körperteile sind, die ihn durchs Leben tragen, kann für einen anderen etwas ausgesprochen Ästhetisches, Sinnliches oder Erotisches sein.
Unsere Füße können also weit mehr sein als unser Fundament – sie können berühren, entspannen, faszinieren und für manche Menschen sogar Begehren auslösen.
Warum ich es heute aufgreife, weil ich täglich mit Füßen zu tun habe
Es gibt Menschen die lieben Fußmassage und ich selber kann dabei auch sehr gut abschalten, wenn es denn gut (wobei gut nun ja in jedem seinen eignen Ermessen liegt) ist.
Fußmassage
In meiner Praxis, praktiziere ich die Fußmassage, sehr speziell und ich lehne mittlerweile eine Fußmassage, länger als eine Zeitstunde ab. Am idealsten sind 30 Minuten. Allerdings gibt es Menschen, die haben so ganz andere Vorstellungen und sind festgefahren wie sie es gerne erleben möchten. Meine Patienten liegen bauchlängs auf der Liege und ich integriere die Massage der Füße oft mit einer komplett rückseitigen Massage. (Kopf und Füße sind auch nervlich am intensivsten – sensibelsten)
Pediküre
Gepflegte Hände und Füße spielen auch gesundheitlich eine große Rolle, ich habe manch einer Frau im besten Alter schon den guten Rat gegeben, sich möglichst selbst die Pediküre zu verpassen, denn a) dehnt man die Sehnen und bleibt körperlich fitter (dient zugleich auch der Motivation) und b) sind die verwendeten Gerätschaften ja nur selbst und nicht fremd benutzt (besserer Schutz vor Pliz – wo das Risiko mit zunehmenden Alter steigen kann.
Bleiben wir beim Fetisch Thema….
Vielleicht kommt das Verlangen aus einer anderen Zeit, aus einem anderen Leben – Inkarnation
Es gibt eine Verbindung Füße – Verehrung – Göttinnen – Ritual ist kulturgeschichtlich
„Das Zeitalter der Göttinnen“
Bereits in der Jungsteinzeit, etwa 7000–3000 v. Chr., gibt es zahlreiche weibliche Figurinen. Manche wurden als Mutter- oder Fruchtbarkeitsgöttinnen interpretiert – wobei diese Deutung wissenschaftlich umstritten ist.
In Mesopotamien begegnen uns ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. mächtige Göttinnen wie Inanna bzw. später Ishtar – verbunden mit Liebe, Sexualität, Fruchtbarkeit, Macht und Krieg.
Im alten Ägypten waren Göttinnen wie Isis, Hathor, Sekhmet und Bastet über viele Jahrhunderte bedeutend.
Im antiken Griechenland, besonders etwa vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis in die ersten nachchristlichen Jahrhunderte, gehörten Aphrodite, Artemis, Athena, Demeter, Hera und andere Göttinnen selbstverständlich zur Religion.
Auch in der römischen Antike wurden Göttinnen wie Venus, Diana, Minerva oder Juno verehrt.
Und jetzt wird es für deinen Gedanken interessant:
Füße hatten in vielen Kulturen eine symbolische Bedeutung. Sie stehen für Kontakt zur Erde, Demut, Unterwerfung, Reinheit, Reise und den Lebensweg. Das Waschen, Salben oder Berühren von Füßen konnte außerdem ein Zeichen von Gastfreundschaft, Verehrung oder religiöser Hingabe sein.
Deshalb könnte man auf einer spirituellen Ebene durchaus die Frage stellen:
Kann eine unerklärlich starke Faszination für Füße eine Erinnerung der Seele sein – an eine Zeit, in der Füße nicht nur Körperteile waren, sondern Teil von Ritual, Verehrung und Hingabe?
Es gab und gibt es bis heute die Verehrung der Füße… z.b. in Indien
Prominente die Füße sehr anziehend finden
Ein paar bekannte Beispiele sind:
–Ricky Martin hat sehr offen darüber gesprochen. In einem GQ-Interview sagte er ausdrücklich, dass er Füße liebe, Fußmassagen möge und eine starke Vorliebe dafür habe.
–Ludacris hat in einem Interview selbst gesagt: „I have a foot fetish“ und erklärt, dass für ihn schöne und gepflegte Füße bei Frauen eine große Rolle spielen.
–Quentin Tarantino ist wahrscheinlich das berühmteste Beispiel. Seine Filme enthalten auffällig viele Einstellungen weiblicher Füße. Interessanterweise formuliert er selbst es etwas differenzierter: Er weicht dem Thema nicht aus, nimmt die Bezeichnung „Fußfetischist“ aber auch nicht besonders ernst und verweist darauf, dass auch Regisseure wie Luis Buñuel oder Alfred Hitchcock für ihre auffällige Darstellung von Füßen bekannt waren.
-Der deutsche Comedian Bülent Ceylan hat ebenfalls öffentlich über seine Vorliebe für Frauenfüße gesprochen.
–Kool Savas hat seine Vorliebe sogar künstlerisch verarbeitet: Sein Stück Sneakers & Heels beschäftigt sich damit.
–Mario Barth hat es auch mal in einer seiner Shows erwähnt